Mannschafts(kreuz)fahrt

„Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…“

Natürlich fängt mein Blogeintrag so an. War ja schließlich meine erste Kreuzfahrt. Und ich bin gar nicht mal so unzufrieden. Für eine Mannschaftsfahrt mit feuchtfröhlichen Prioritäten war die Reise mit der AIDAluna eine ausgezeichnete Wahl.

Transfer nach Hamburg per Zug. So ließ der erste Tweet mit alkoholischem Inhalt nicht lange auf sich warten. Die Details bis zum Schiff spare ich mal aus. Es war eine Reise wie sie Mannschaften halt tun. Laut, zotig, flüssig. In Hamburg hatten wir noch kurz die Gelegenheit etwas zu essen, bevor wir raus in den Hafen gefahren wurden, wo die AIDA vor Anker lag.

Nach einem etwas längeren Aufenthalt im Terminal (Check-In, Kontrolle, Kontrolle und Kontrolle), kamen wir nach einer kurzen Kontrolle endlich auf dem Schiff an. Erstmal Rundgang und Aussicht genießen.

PANO_20170426_163638

Schon bald begrüßte uns der Kapitän via Lautsprecher und kündigte die notwendige Sicherheitseinweisung an. Gefühlt eine Stunde warteten wir darauf, dass auch wirklich ALLE Gäste an Board der AIDA an den ausgewiesenen Sammelstellen anwesend waren.

Dann lief sie endlich aus. In den Sonnenuntergang hinein. Traumhaftes Wetter um diese Fahrt zu genießen. Schön an den Villen am Ufer der Elbe vorbei.

 

Ein bisschen erkundeten wir noch das Schiff, bis es endlich etwas zu Essen gab. Die verschiedenen Boardrestaurants waren gut gefüllt. Sowohl mit Gästen, als auch mit Speisen. Die Vielfalt des Angebots war super. Die Qualität war okay. Man muss bei solchen Buffets halt genau schauen, was frisch ist und was schon länger auf einen Abnehmer wartet. Am Tisch gab es Wasser und Wein, außerdem konnte man sich die üblichen Softdrinks und frisches Bier selber zapfen. Völlig in Ordnung!

Abends stand Disco auf dem Plan. Trotz anstrengender Musik hatten wir eine Menge Spaß zusammen. Zumal auch das ins Gespräch kommen mit anderen Gästen absolut kein Problem war. Die Stimmung war ausgelassen und familiär.

Der erste Tag war dann ein reiner Seetag. Gute Gelegenheit den Wellness-Bereich auszuprobieren. In der Sauna sitzend, schaut man über die raue Nordsee und genießt den ein oder anderen Aufguss und anschließend das Nickerchen im Ruheraum.

 

Danach war auch schon wieder Zeit für Abendessen. Man kann eigentlich immer irgendwo irgendetwas essen. Verhungern wird man auf so einem Schiff definitiv nicht. Verdursten auch nicht. Und zwischendurch lässt man sich einfach ein bisschen von dem Entertainmentangebot an Board berieseln. Von Casino bis Bar, von PrimeTime-Show bis Mini-Musical, Auktionen, Kinderbelustigungen, Fitness-Studio, Rentnerbelustigungen, Wellness, Café, Kino, Kicker, Billiard, Flipper und, und, und… oder einfach nur rumliegen und ausnüchtern.

Am zweiten Tag lagen wir vor Dover. Wer wollte, konnte sich per Shuttle nach London kutschieren lassen, um sich dort dann von Pontius zu Pilatus fahren zu lassen. Ich wollte nicht. Wellness war meine Priorität. Aus der Sauna schaute ich auf die weißen Klippen von Dover und auf Dover Castle. Dieser Rosamunde-Pilcher-Gedächtnis-Ausblick war für mich Kultur genug.

 

Am Abend gab es eine kleine Show: I want it all – Die größten Hits von Queen. Da klatscht und wippt und singt man schon mal mit. Gute Unterhaltung, nicht nur für Queen-Fans.

 

Tag drei landeten wir vor Amsterdam. Genaugenommen in IJmuiden. Aber auch hier genoss ich lieber das super Wetter an Deck, als von Board zu gehen. Strahlender Sonnenschein ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel, aber kalt. Doch wenn man ein windgeschütztes Fleckchen gefunden hatte, kam man recht schnell ins Schwitzen. Nur damit nicht genug. Ich hatte meinen Handball dabei und so ließen sich die Jungs ganz einfach überreden, noch mehr zu schwitzen. Bei einem Handballspiel vor traumhafter Kulisse.

 

Und damit war die Reise auch schon so gut wie wieder vorbei. Abends ging es – wie jeden Abend – in die Disco, nachdem man den ein oder anderen Euro am Roulette Tisch verzockt und die White Night – eine Show auf dem Pooldeck – besucht hatte. Nach kurzer Nacht ein letztes Frühstück vor Hamburger-Hafen-Kulisse und dann runter vom Schiff, in den Zug, nach Hause.

Mein persönliches Fazit war relativ schnell klar. Für eine Mannschaftsfahrt war die Wahl dieser Kreuzfahrt absolut perfekt. Würde ich mit Familie über so eine Reise nachdenken, wäre das Schiff größer und die Umgebung wärmer. Soll heißen, mehr Freizeitangebot an Board, im warmen Mittelmeerraum oder gar Karibik. Und vermutlich würde ich dann auch mal das Schiff verlassen. Vermutlich!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close