Radrennbahn Bielefeld

Bielefeld war einst eine Fahrradhochburg. Aus der Metall- und Maschinenindustrie und im Speziellen der Nähmaschinenindustrie, entwickelte sich ab 1886 die Bielefelder Fahrradindustrie, die sich in Deutschland auf Platz 3 etablieren konnte und in die ganze Welt exportierte. Naheliegend, dass man hier auch eine Radrennbahn erbauen sollte.

Am Wochenende war ich zum ersten Mal an dieser besagten Radrennbahn. Ein Relikt wie aus der Zeit gefallen. Wenn man in dem Rund steht und seinen Blick schweifen lässt, fällt einem vor allem das viele Unkraut auf den Rängen auf. Die Instandhaltung der Bahn scheint eine große Herausforderung für den Verein zu sein. So sind, mit Ausnahme der Haupttribüne, alle Plätze dicht bewachsen. Allerdings hat dieser Verfall auch wieder seinen ganz eigenen Charme. Es passt irgendwie.

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Der Verein soll auch immer auf der Suche nach Freiwilligen sein, die beim Unkraut jäten helfen möchten.

Jedenfalls fand hier am Wochenende das Alpecin-Radfest statt. Neben einer ganzen Reihe von Ausstellern rund um das Fahrrad, gab es auch ein wenig Programm für Radsportfans. Unter anderem ein Steher-Rennen vom Radrennclub „Zugvogel“. Und wieder fühlte man sich komplett aus der Zeit geworfen. Die Schrittmachermaschinen und ihre Fahrer zeugten von den gloreichen Zeiten des Radsports in Bielefeld.

Aber durchaus interessant anzuschauen. Es passiert doch einiges mehr auf der Bahn, als bloßes im Kreis fahren. Dieser Sport wird sehr vom Taktieren geprägt. Und natürlich von Ausdauer. Das erste Rennen ging, glaube, ich über 75 Runden. Das sind bei einer Bahnlänge von 333,33 Metern rund 25 Kilometer. Innerhalb von 20-25 Minuten. Danach weißt du definitiv, was du geschafft hast.

Sieger dieses Rennens wurde übrigens der Bielefelder Lokalmatador. Ob er das zweite Rennen auch noch gewinnen konnte, haben wir nicht mehr mitbekommen. Die Sonne hatte uns so gut durchgegart, dass wir den Weg nach Hause antraten. Mit dem Fahrrad. Durch die ehemalige Fahrradhochburg Bielefeld. Mit seinen extrem schlechten Fahrradwegen. Aber wer weiß, vielleicht gelangt Bielefeld ja irgendwann wieder zu altem Glanz in Bezug auf Fahrradstadt. Zu wünschen wäre es. Der Stadt und auch seinen Radfahrern.

 

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